Die Vereinsvorsitzenden seit 1912:
1912 - 1914 Richard Pollatschek (†) 1954 – 1957 Oskar Punschke (†)
1915 - 1923 im Wechsel Oskar Kienitz (†) 1958 Hermann Punschke
1915 - 1923 im Wechsel Paul Steffen (†) 1959 - 1960 Hermann Varnholt (†)
1915 - 1923 im Wechsel Reinhold Hüntzsch (†) 1961 - 1963 Wilhelm Fischer (†)
1923 - 1945 Oskar Kienitz (†) 1964 - 1967 Oskar Kienitz (†) (Ehrenvorsitzender)
1946 Wilhelm Fischer (†) 1968 - 1977 Manfred Dröge
1947 Walter Kreft (†) 1978 - 1980 Manfred Wolter (†)
1948 – 1953 Wilhelm Fischer (†) 1981 - 1984 Walter Kreft (†)  
           
Seit 1985 Hans-Peter Heinrich      



  Richard Pollatschek war 1912 Mitglied des GV Ravensberg. Im Sommer 1912 wurde auch Reinhold Hüntzsch Mitglied und Pollatschek übernahm am 24. 11. 1912 den Vorsitz im neugegründeten TTV (Taubstummen-Turnverein) Bielefeld. Er kam aus Prag über Magdeburg nach Bielefeld. Im 1. Weltkrieg verließ er 1914 Bielefeld.  
  Paul Steffen war zwischenzeitlich Vorsitzender des Vereins, weil Oskar Kienitz und Reinhold Hüntzsch im 1. Weltkrieg Bielefeld verlassen mußten. Später wurde er als Vorsitzender des GV Ravensberg Bielefeld Vorgänger von Frieda Potthoff.  
  Reinhold Hüntzsch wurde kurz Vorsitzender. Wie Oskar Kienitz mußte er Bielefeld im 1. Weltkrieg vorübergehend verlassen. Er turnte vorher bei der BTG Bielefeld, warb im GV Ravensberg für die TTV-Gründung, wurde Schriftführer und Turnwart. Im Turnen Riegenführer, war er auch als Faustballer erfolgreich.  
  Oskar Kienitz war für Pollatschek eingesprungen. Beruflich ging er kriegsbedingt nach Dortmund, gründete den Dortmunder TTV. 1923 kehrte er zurück an die Spitze des Vereins. Nach Rücktritt, 1945, stand er auch als Ehrenvorsitzender 1964 bis 1967 an der Vereinsspitze. Mit ihm feierte die Faustballmannschaft viele Erfolge.  
  1946, 1948 – 1953 und 1961 – 1963 sprang dreimal Wilhelm Fischer als 1. Vor-sitzender ein. Er hielt den Verein in der schwierigen Zeit nach dem 2. Weltkrieg zusammen. Der Krieg hatte Hunger und Wohnungsnot verursacht. Aus dem Osten gekommenen Gehörlosen hatten andere Traditionen. Es waren schwere Zeiten.  
  Walter Kreft (†) war erst 1947 bis zur Währungsreform, dann, weil keiner wollte, 1981 bis 1984 Vereinsvorsitzender. In seine zweite Amtszeit fällt die Eröffnung des Hörgeschädigtenzentrums. Sportlich entwickelten sich die Handball- und Fußballabteilungen zu Hauptträgern des Sportbetriebs.  
  Oskar Punschke (†) hatte den Schachklub „Königsspringer“ gegründet, den er dann mit dem GSV vereinte. 1954 bis 1957 war er Vereinsvorsitzender. Dann zog er nach Essen um.  
  1958 sprang Hermann Punschke für seinen Bruder ein. Auch er war ein guter Schachspieler. Nach kurzer Amtszeit heiratete er und ist nach Solingen verzogen.    
  Hermann Varnholt sprang 1959 bis 1960 ein. Aus gesundheitlichen Gründen übergab er dann an Wilhelm Fischer.  
  1968 bis 1977 war Manfred Dröge 1. Vorsitzender. Er bemühte sich um eine Verjüngung des Vereins. In seine Amtszeit fällt die Gründung der Fußballabteilung, die dann die Hauptabteilung des Vereins wurde.  
  1978 bis 1981 war Manfred Wolter Vereinsvorsitzender. Er kam als Fußball- und Handballspieler aus Köln nach Bielefeld. Er setzte sich sehr für die Handball- und die Fußballabteilung ein. Dazu förderte er die Bemühungen um das HGZ. Zu früh für den Verein und seine Familie ist er in noch jungen Jahren gestorben.  
  Seit 1985 ist Hans-Peter Heinrich 1. Vorsitzender. 1969 der Jugend beigetreten, führte er besonders die Handballmannschaft zu Erfolgen. Durch Förderung des Fußballspiels und anderer neuer Sportarten mehrte er die Mitgliederzahl des Vereins, kämpfte um die Wiedereröffnung des HGZ und um seine Weiterführung.